Aller guten Dinge sind Drei…
// Februar 16th, 2010 // 15 Comments » // Grafix & Design
Vor einigen Tagen ist Aperture in der Version 3 endlich erschienen und setzt sich damit mal wieder vor Adobe´s Lightroom.
Wenn vielleicht auch nur kurzfristig, da die Beta 3 von LR ja auch schon seit geraumer Zeit getestet werden kann.
Sei es drum, das erscheinen von Aperture 3 nehme ich nicht nur zum Anlass für mein erstes Posting in diesem Jahr, sondern vielmehr für die erneute Fortsetzung meiner eigenen endlosen Fotoverwaltungs Odysee.
Mit dem stetig ansteigendem Anspruch an die Digitale Knippshardware wurden auch die Anforderungen an die Software immer komplexer.
Voller Grauen erinnere ich mich da noch an die ersten Gehversuche mit einer Digital Kamera vor vielen, vielen Jahren.
Damals noch mit Windows ausgestattet, reichte es völlig aus die Bilder von der Kamera zu ziehen und sicher auf dem Rechner zu speichern (mehr oder weniger), um dann alles File basierend in entsprechende Ordner abzulegen.
Jede Fotopräsentation wurde damit selbstverständlich zum Horrortrip.
Nach einigen Jahren und vielen Softwaresprüngen später, hielt iPhoto ´07 Einzug und machte dem Chaos ein Ende.
(mit der Erkenntnis von heute: “Ha, haste gedacht”)
Wer keine Hobby´s hat, sucht sich eben welche! Gesagt getan und das Bilder Im- und Exportieren wurde zur Dauerbeschäftigung.
In kurzen Stichworten ausgedrückt:
- iPhoto ´08 -> Aperture 1.X
- Aperture 1.X-> Lightroom 2
- Lightroom 2 -> Aperture 2
- Aperture 2 -> iPhoto ´09
- iPhoto ´09 -> Lightroom 3 Beta
- Lightroom 3 Beta -> Aperture 3
- what´s next -> ???
Endlich da angekommen wo ich schon längst hinwollte, freue ich mich jetzt also über Aperture 3.
Soviel zur Einführung, jetzt zum Wesentlichen
Aperture 3 bietet nun ein paar Features, die in Bezug auf Organisation sowie Bearbeitung der Digitalen Bildersammlung erheblich einfacher von der Hand gehen. Wie zum Beispiel die aus iPhoto ´09 bekannte Gesichtserkennung und das Geotagging. Wenn man genau diese Features bisher gerne benutzt hat, reduziert sich der Aufwand für die Verwaltung der Fotos erheblich. Da man jetzt ganz bequem eine einzige Anwendung für die Bearbeitung und Sammlung seiner Digitalen Schätze nutzen kann.
Mal davon abgesehen das man mit RAW Daten in iPhoto ohnehin aufgeschmissen ist. Aber okay, dafür war es ja auch nie gedacht.
Ein kleines Beispiel darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen.
Dafür habe ich absichtlich mal zwei Bilder mit einem total verhunzten Weißabgleich genommen um die Verbesserung mit den Presets und Quick Brush Pinseln besser zeigen zu können.
(Links: Original – Rechts: Bearbeitet)
Weitere erwähnenswerte Vorteile (nach meiner Meinung):
- Merge & Sync Library, zum einfachen Abgleichen mehrerer Aperture Bibliotheken
- Library Switch, einfacher Wechsel der Aperture Bibliothek ohne das Programm verlassen zu müssen
- Presets mit Live Vorschau, Bildverbesserung mit verschiedenen Voreinstellungen
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- Quick Brush, für die schnelle und präzise Bearbeitung von Fotos mit den gängigsten Bildkorrekturen
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- HD Slideshows, Erstellung von verlustfreien Fotopräsentationen
- 64 Bit Unterstützung, welche einem erheblich beim Bearbeiten der Bilder zu gute kommt
(Snow Leopard mit einem Intel Core 2 Duo vorausgesetzt)
Es gibt natürlich noch viele weitere Verbesserung in Aperture 3, die jetzt den Rahmen sprengen würden. Am besten einfach mal auf der Produktseite von Aperture 3 vorbeischauen und sich einen Überblick verschaffen.
Auch die Plug-In Unterstützung für diverse kleine Verbesserungen wird immer größer. Derzeit einziges Manko, die 64 Bit Unterstützung hinkt bei einigen noch hinterher. So muss man bei der Verwendung von 32 Bit Plugins, Aperture ebenfalls im 32 Bit Modus starten.
Zwei Plug-In´s die man gesehen haben sollte, wäre zum einen das Hydra HDR Plug-In welches sogar schon 64 Bit Unterstützung bietet und zum anderen TiltShift, welches momentan nur im 32 Bit Modus genutzt werden kann.
Für knapp 10 Dollar gibt es vom MCN auch noch 27 vorgefertigte Presets für Aperture 3.
Unterm Strich bin ich mit dem Update auf Aperture 3 voll zufrieden und kann nun endlich, hoffentlich zum letzten Mal, meine Digitale Bildersammlung auf einen einheitlichen, aktuellen Stand bringen.
Vielleicht riskiert ja jetzt doch noch der ein oder andere Lightroom Fan einen blick auf Aperture 3.
Es ist bestimmt kein Fehler!
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